Urlaub in Europa mit der Bahn statt mit dem Flugzeug? Na klar probieren wir das aus.
Der Osterurlaub ging nach Italien – Amalfi-Küste, Neapel, Ischia, Procida. Geht das ohne Flugzeug? Na klar. Die österreichische Bahn ÖBB hat nach und nach einen erklecklichen Teil der europäischen Nachtzuglinien aufgekauft und die Fahrzeuge modernisiert. Über Nacht kommt man von München nach Rom, betreut von den freundlichen Nightjet-Schaffnern, und wird dort nach einem leichten Frühstück nach Italien entlassen.
Einen Anschluss mit der Frecciarossa, mit den roten Pfeilen, nach Salerno, bekommt man schnell und preiswert vor Ort. Von dort nahmen wir den stündlich verkehrenden Bus entlang der Amalfi-Küste und landeten immer noch entspannt in Amalfi. Hier erkennt man den Vorteil der Öffis: selbst im dünneren Verkehr im Frühling möchtest du nicht unbedingt auf den engen, kurvenreichen Straßen mit dem Mietwagen den Bussen und Lastwagen begegnen und gar mit Blick auf den Abgrund rückwärts fahren müssen. Lieber die fantastische Aussicht genießen!
Aussichten prägen die Landschaft. Von der Terrasse unseres Hotels ebenso wie von unserer Wanderung zu den höher gelegenen Orten.
Auch von dort nach Neapel war es einfach mit Bus und Bahn. Zu den Inseln brachten uns die Fähren. Sehr nett alles, Landschaft, Wandern, Essen und Wein.
Auf Procida erlebten wir die originelle Osterprozession, bei der nicht nur Heilige herum getragen werden, sondern jede Gruppe ihr eigenes Kunstwerk erstellt, das sie einige Kilometer über die Insel trägt. Mehrere Tausend Menschen nehmen aktiv teil.
Auch die Rückfahrt nach etwa 10 Tagen Urlaub war gut. Einen Zwischenstopp in Rom gönnten wir uns noch, um noch 2 Tage Kultur zu genießen. Dann wieder der Nightjet. Mit etwas Verspätung sollte man rechnen, wenn man die Alpen überquert. Ein Flugzeug vermisst man jedenfalls nicht.

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