Strom selbst erzeugen: geht.  

Mit einigen anderen Interessierten wollte ich 2023 eine Bürgerenergiegenossenschaft in Nürnberg gründen: mit dem Ziel,  Geld zu investieren in die Energiewende,  so dass die Wertschöpfung und auch die Gewinne lokal bei uns bleiben,  und dies auch für eine breite Masse von Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen,  die z.B. über kein eigenes Dach verfügen.

Aus vielfältigen Gründen haben wir uns dann der bereits existierenden  Ewerg eG angeschlossen. Vor allem, weil alles, was wir diskutiert hatten, wie eine solche Genossenschaft am besten funktionieren würde,  bereits exakt so in ihrer Satzung stand. Es hat sich dann herausgestellt,  dass auch das todsichere Projekt,  mit dem wir anfangen wollten, vielfältigen Widrigkeiten ausgesetzt sein konnte. Aber: was einer nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam.  Und so haben wir durch gute Kommunikation die Anzahl der Mitglieder seit unserem Beitritt fast verdoppelt auf inzwischen über 600.

Die Genossenschaft führt in vielen Orten Mittelfrankens eigene PV-Projekte durch. Und sie beteiligt sich an Windparks und Flächen-PV-Anlagen. Es ist historisch gesehen ein Auf und Ab: die erste rot-grüne Bundesregierung hat 2000 mit dem EEG die Voraussetzungen für erneuerbare Energien geschaffen und eine gigantische Welle von Bürgerenergie ausgelöst. Es hat sich nicht nur die Art der Stromgewinnung verändert,  sondern auch die Akteure: von wenigen Monopolisten kamen wir zu Tausenden von Stadtwerken und Hunderttausenden von Bürgerenergiegenossenschaften.

https://www.ewerg.de/die-ewerg-eg/

Schon 2014 hat Frau Reiche, damals als Staatssekretärin, die Energiewende blockiert und die Anzahl der neuen PV und Windräder stark reduziert. Das gilt historisch als der “Altmeier-Knick” nach dem damaligen Wirtschaftsminister. Jetzt,  2026, wirft sie wieder alle ihre Gas-Lobby-Macht in die Waagschale,  um die Erneuerbaren von immerhin 60% der Stromerzeugung langsamer wachsen zu lassen. Das ist nicht nur sinnlos und gefährlich angesichts der fossilen Kriege. Das ist rückwärtsgewandt und macht die Energie teurer für Bürger und Wirtschaft.

https://www.ewerg.de/aktuelles/page/2/

Doch die Bürgerenergiegenossenschaften sind in Deutschland schon viele – ihre Organisation vertritt mehrere Millionen Bundesbürger*innen und trifft sich regional https://www.ewerg.de/jetzt-erst-recht/ zum Austausch, und um die Dinge voran zu bringen.

Wenn ihr auch in der Metropolregion Nürnberg lebt, könnt ihr euch bei Ewerg eG engagieren,  und auch finanziell an der Genossenschaft beteiligen  – und zwar immer dann, wenn es neue Projekte gibt, die zum Vertragsabschluss kommen. Ein Anteil kostet 500 Euro (plus 25 Euro Agio). Mehrmals im Jahr gibt es etwas neues, von der Dach-PV auf einem Kindergarten bis zum Bürgerenergie-Anteil an einem großen Windpark.

Ihr könnt auch aktiv mitarbeiten und neue Projekte anstoßen und z.B. Dächer vermitteln oder passende Freiflächen finden.

Leave a Reply